E-Scooter – Der ultimative Guide rund um die elektrischen Flitzer

Willkommen zum großen E-Scooter Guide 2019 rund um Gesetze, Kosten, Tipps und Co. Die wendigen Elektro-Flitzer sind bereits in vielen LĂ€ndern zum gĂ€ngigen und alltĂ€glichen Fortbewegungsmittel geworden – Auch in Deutschland prĂ€gen E-Tretroller mittlerweile vielerorts das Stadtbild.

Auf geht’s!

Erfahre in diesem Guide:

  • Welche Vorteile haben E-Scooter und wie wird meine erste Fahrt sicher und unfallfrei?
  • Welche Gesetze und Regelungen muss ich unbedingt kennen und was muss gelten, damit der E-Scooter auf öffentlichen Straßen zugelassen wird?
  • Welche Strafen drohen, wenn diese Gesetze nicht eingehalten werden?
  • Was kostet ein E-Scooter und was muss ich beim Kauf auf jeden Fall beachten?
  • Welche Leistung benötigt mein E-Scooter und wie schnell darf ich damit fahren?
  • Welches Zubehör wird empfohlen und welche Ausstattung ist sogar gesetzlich vorgeschrieben?

Wir beantworten all Deine Fragen zum Thema E-Scooter.


E-Scooter Gesetze und Regelungen

Ein Grund, warum die EinfĂŒhrung der E-Scooter in Deutschland so lang auf sich warten ließ, waren die vielen GesetzesentwĂŒrfe, die zunĂ€chst erstellt werden mussten.

Im folgenden Abschnitt klĂ€ren wir dich unter anderem ĂŒber die folgenden Fragen auf:

  • Unter welchen Bedingungen ist der E-Scooter in Deutschland zugelassen?
  • Wie schnell darf ich mit den Rollern fahren?
  • Benötige ich Helm, FĂŒhrerschein oder ein Kennzeichen?
  • Was muss ich sonst noch zur E-Scooter Gesetzeslage wissen?

Die wichtigsten Informationen zu E-Scooter Gesetzen und Regelungen kurz fĂŒr dich zusammengefasst:

  • Die Höchstgeschwindigkeit wurde auf 20 km/h festgelegt.
  • Eine Ă€hnliche Sicherheitsausstattung wie beim Fahrrad (Bremsen, Klingel, Licht) wird vorausgesetzt.
  • Das Mindestalter fĂŒr die E-Scooter Nutzung liegt bei 14 Jahren.
  • E-Tretroller gelten als Kraftfahrzeuge und sind somit versicherungspflichtig
e-scooter © by Scooter-Bible.de Doch das ist noch lang nicht alles, weshalb du hier unbedingt weiterlesen solltest, sofern du schon bald mit dem E-Scooter unterwegs sein möchtest.

E-Scooter-Verordnung: Neue Gesetzeslage seit dem 15. Juni 2019

E-Scooter sind der neueste Trend und in vielen europĂ€ischen StĂ€dten jetzt schon nicht mehr aus dem Stadtbild wegzudenken. In Deutschland hingegen legten die Elektro-Scooter aufgrund von Gesetzen und Regeln im Straßenverkehr einen etwas holprigen Start hin.
Doch nun endlich die gute Nachricht.

Nach langem hin und her steht endlich fest: E-Scooter sind nicht mehr nur auf PrivatgelĂ€nde, sondern auch auf öffentlichen Straßen erlaubt. Der Bundesrat hat die “Verordnung fĂŒr Elektrokleinstfahrzeuge” (gern auch E-Scooter Verordnung genannt) beschlossen, wodurch der E-Scooter ab sofort legal auf Deutschlands Straßen unterwegs ist.

Am 15. Juni 2019 ist diese Elektrokleinstfahrzeug-Verordnung (E-KFV) in Kraft getreten, welche den legalen Betrieb von E-Tretrollern und anderen elektrischen Kleinstfahrzeugen erlaubt.

Die Verordnung ĂŒber die Teilnahme von Elektrokleinstfahrzeugen am Straßenverkehr umfasst E-Tretroller mit den folgenden Merkmalen:

  • Die Roller haben entweder keinen Sitz oder sind selbstbalancierend mit oder ohne Sitz.
  • Die Leistung der Tretroller betrĂ€gt maximal 500 Watt. FĂŒr selbstbalancierende Fahrzeuge gelten maximal 1400 Watt, wobei 60 Prozent der Leistung zur Selbstbalance verwendet werden mĂŒssen.
  • Die Lenk- oder Haltestange befindet sich in mindestens 70 Zentimetern Höhe.
  • Die Gesamtbreite betrĂ€gt maximal 70 Zentimeter, die Gesamthöhe maximal 1,40 Meter und die GesamtlĂ€nge maximal zwei Meter.
  • Das Gewicht des Scooters betrĂ€gt maximal 55 Kilogramm.

So viel zu den Maßen, zur Leistung und dem Gewicht. Doch das E-Scooter Gesetz umfasst noch andere Punkte wie Höchstgeschwindigkeit, Versicherung und einiges mehr.

Warum dauerte die Zulassung der E-Scooter in Deutschland eigentlich so lang?

Im Wesentlichen lag das an Unklarheiten bezĂŒglich Gesetzen im Straßenverkehr und der Sicherheit der Fahrer sowie anderer Verkehrsteilnehmer.

Mittlerweile wurden alle Verordnungen, Regelungen und Limitierungen geklÀrt, sodass der E-Scooter endlich an den Start gehen kann.

Nachfolgend werden die folgenden Fragen beantwortet:

  • Wie schnell darf ich fahren?
  • Welche Sicherheitsausstattung benötige ich?
  • Brauche ich einen FĂŒhrerschein?
  • Wie hoch ist das Mindestalter und welchen Scooter dĂŒrfen auch Kinder fahren?
  • Wo darf ich fahren?

E-Scooter Höchstgeschwindigkeit: Wie schnell darf ich?

Mehr als 20 km/h sind mit dem E-Scooter nicht erlaubt. Diese Höchstgeschwindigkeit darf auf Radwegen oder (wenn kein Radweg vorhanden ist) auf der Straße ausgefahren werden.

E-Scooter mit Straßenzulassung: Darauf kommt es an

Wer einen Elektroroller mit Straßenzulassung fahren möchte, benötigt gewisse Standards an seinem GefĂ€hrt, um den aktuellen Regelungen gerecht zu werden.

Vor allem an Sicherheitsausstattung darf es auf dem E-Scooter nicht fehlen, damit dieser erlaubt ist. Dazu gehören:

  • Lenk- oder Haltestange,
  • Bremsen,
  • Klingel,
  • Scheinwerfer,
  • Schlussleuchte,
  • RĂŒckstrahler
  • und Seitenreflektoren.

Dir ist vermutlich schon aufgefallen, dass diese Sicherheitsausstattung auch fĂŒr FahrrĂ€der vorgeschrieben ist. Hier gibt es also keine großen Unterschiede – wenn dein E-Scooter mit dieser Sicherheitsausstattung ausgerĂŒstet ist, kannst du die Straßen endlich unsicher machen!

Übrigens: Eine Helmpflicht gibt es fĂŒr den E-Scooter nicht. Auch wenn du demnach legal ohne Helm unterwegs sein kannst, empfehlen wir dringend das Tragen eines Helmes – deiner eigenen Sicherheit zuliebe!

Brauche ich fĂŒr den E-Scooter einen FĂŒhrerschein?

Lange war nicht sicher, ob ein Mofa-FĂŒhrerschein Voraussetzung fĂŒr Elektrokleinstfahrzeuge wie den E-Scooter sein sollte.

Dann jedoch die Entscheidung: Du brauchst keinen FĂŒhrerschein fĂŒr den E-Scooter.

Diese Entscheidung dĂŒrfte vor allem Jugendliche freuen, die noch keinen FĂŒhrerschein besitzen und trotzdem die Elektro-Scooter nutzen möchten.

Wo darf ich mit dem E-Scooter fahren?

Ein wichtiger Aspekt in puncto Gesetze und Regeln im Umgang mit den E-Scootern: Die kleinen Flitzer dĂŒrfen nicht auf Gehwegen fahren.

Damit ist die Fahrt mit dem Elektro-Tretroller nur auf Radwegen sowie auf Straßen erlaubt, um Gefahrensituationen und Konflikte mit FußgĂ€ngern zu vermeiden.

Aber: In AusnahmefĂ€llen sollen auch andere VerkehrsflĂ€chen fĂŒr die Roller freigegeben werden. Hier weisen dann Schilder darauf hin, sofern der E-Scooter im jeweiligen Bereich erlaubt ist. E-Scooter, die langsamer als 12 km/h sind dĂŒrfen außerdem nur auf Gehwegen fahren.

Darf man auf dem E-Scooter zu zweit fahren?

Ein Punkt, der hĂ€ufig missachtet wird – zu zweit auf dem E-Tretroller ist nicht erlaubt. Dies gefĂ€hrdet die Sicherheit, denn die GefĂ€hrte sind nicht fĂŒr zwei Personen ausgelegt. Tandem-Fahrten sollten also besser unterlassen werden.

Mindestalter und E-Scooter fĂŒr Kinder

Auch wenn kein FĂŒhrerschein fĂŒr den E-Scooter notwendig ist – Reglementierungen gibt es hinsichtlich des Mindestalters fĂŒr das legale FĂŒhren eines Elektrokleinstfahrzeuges.

Nur wer mindestens 14 Jahre alt ist, darf den E-Scooter demnach legal nutzen. Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren mĂŒssen sich also noch gedulden, bis sie sich dem mobilen Elektro-Trend anschließen können.

Kann ich also keinen E-Scooter fĂŒr mein Kind kaufen, sofern es unter 14 Jahre alt ist?

Doch, es gibt auch Elektroroller fĂŒr Kinder – sogar fĂŒr Kleinkinder ab drei Jahre, welche meist mit einer Höchstgeschwindigkeit von 3 km/h unterwegs sind. Diese dĂŒrfen natĂŒrlich nur unter Aufsicht der Eltern genutzt werden – Straßen und Radwege sind tabu!

Weiterhin sollte auch bei E-Scootern fĂŒr Kinder auf die richtige Sicherheitsausstattung geachtet werden, auch wenn diese nicht im regulĂ€ren Straßenverkehr unterwegs sind. Dazu gehören funktionierende Bremsen, eine Klingel, vorschriftsmĂ€ĂŸige Beleuchtung und eine hohe mechanische StabilitĂ€t.

Versicherung

Ein großes Streitthema um die Zulassung der E-Scooter war zunĂ€chst die Frage der Versicherungspflicht. E-Scooter benötigen eine Versicherungsplakette fĂŒr Elektrokleinstfahrzeuge in Form eines Aufklebers (Ă€hnlich wie du sie auch von Mofas und Mopeds kennst).

Der Versicherungsaufkleber wird an der RĂŒckseite des Fahrzeugs unter der Schlussleuchte angebracht. Die Kosten dafĂŒr betragen zwischen 60 und 90 Euro pro Jahr.

Aber Versicherung fĂŒr einen E-Scooter? Was zunĂ€chst kleinlich klingt hat einen klaren Grund.
Deshalb nur mit Versicherung: Werden SchĂ€den durch den Elektro-Tretroller verursacht, werden diese nicht ĂŒber eine private Haftpflichtversicherung abgedeckt, da der Fahrer keine eigene Fortbewegungskraft aufwenden muss und der E-Scooter damit als Kraftfahrzeug gilt.

Doch die klaren Gesetzgebungen hinsichtlich Versicherung fĂŒr E-Tretroller haben auch Vorteile. Wer seinen E-Scooter mit auf Reisen nimmt, ist auch in anderen EU-LĂ€ndern versichert und damit stets auf der sicheren Seite.

Bußgelder: Was droht bei VerstĂ¶ĂŸen?

Wer sich nicht an die Regeln hĂ€lt, die fĂŒr die legale Nutzung der E-Scooter vorgeschrieben sind, muss mit Bußgeldern von bis zu 70 Euro rechnen.

So fallen die Bußgelder fĂŒr den E-Scooter bei VerstĂ¶ĂŸen aus:

Verstoß Dieses Bußgeld droht
Fahren ohne allgemeine Betriebserlaubnis 70 Euro
Fahren ohne gĂŒltigen Versicherungsaufkleber 40 Euro
Versicherungsaufkleber nicht vorschriftsmĂ€ĂŸig ausgestaltet 10 Euro
Fahren ohne ausreichende Beleuchtung 20 Euro
Fahren ohne vorgeschriebene Schalleinrichtung (Klingel) 15 Euro
Fahren auf nicht zulÀssigen VerkehrsflÀchen 15 bis 30 Euro

Strenge Bußgelder und sogar Fahrverbote drohen ĂŒbrigens auch bei Fahren unter Alkoholeinfluss. Anders als beispielsweise bei E-Bikes oder bei FahrrĂ€dern gelten fĂŒr E-Scooter strenge Promillegrenzen.

FĂŒr FahranfĂ€nger gilt die 0,0 Promillegrenze. FĂŒr alle anderen ist bei 0,5 Promille Schluss und der E-Scooter muss stehenbleiben. Wer dagegen verstĂ¶ĂŸt und erwischt wird, muss mit hohen Bußgeldern, Fahrverboten und sogar Punkten in Flensburg rechnen.

Wichtig: Wer also bei der nĂ€chsten Party zu tief ins Glas schaut und nach einer Möglichkeit sucht, um schnell nach Hause zu kommen, der sollte nicht auf die Idee kommen, den E-Scooter zu nutzen. Das Fahren unter Alkoholeinfluss gefĂ€hrdet nicht nur die eigene Sicherheit sowie die anderer Verkehrsteilnehmer, sondern wird auch mit Bußgeldern und Fahrverboten belegt.

E-Scooter fahren: Tipps, Vorteile, Sicherheit

Du weißt jetzt also bestens ĂŒber die Regeln und Gesetze bescheid. Zeit, dass wir uns dem spaßigen Teil widmen: Dem E-Scooter fahren.

Es gibt viele GrĂŒnde, endlich auf den E-Scooter Trend aufzusteigen: Die Elektro-Tretroller sind praktisch, entlasten den Verkehr in InnenstĂ€dten und sie machen Spaß.

Erfahre in diesem Abschnitt zunÀchst:

  • Warum sollte ich mich dem E-Scooter Trend anschließen?
  • Wie sicher ist die Fahrt auf dem Elektro-Tretroller?
  • Mit welchen Tipps bin ich sicher und schnell unterwegs?
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Das sind die Vorteile des E-Scooters

Fahrer von E-Scootern wurden anfangs oftmals kritisch beÀugt. Viele kannten die Tretroller bisher nur von ihren Kindern und jetzt sollen auch Erwachsene E-Scooter fahren?

Mehr und mehr Menschen entdecken die kleinen Elektro-Scooter fĂŒr sich, denn sie bieten folgende Vorteile:

  • Besonders umweltfreundlich durch elektrischen Antrieb
  • Schnell aufgeladen (zwischen 2 und 5 Stunden) und somit jederzeit einsatzbereit
  • Oft klappbar und dadurch tragbar, praktisch und kompakt
  • Leichte und intuitive Bedienung
  • Schnell, wendig und das perfekte Fortbewegungsmittel in ĂŒberfĂŒllten StĂ€dten
  • Keine Parkplatzsuche und kostenlose Mitnahme im ÖPNV
Mehr dazu? Lies unsere 10 GrĂŒnde, warum du E-Scooter fahren solltest, um mehr von den Vorteilen der E-Tretroller zu erfahren.

Das klingt ĂŒberzeugend und du möchtest auch emissionsfrei, gĂŒnstig und schnell in deiner Stadt unterwegs sein? Dann solltest du hier weiterlesen und zunĂ€chst erfahren, wie sicher die E-Scooter sind und mit welchen Tipps du das sichere Fahren schnell erlernst.

Wie sicher sind E-Scooter?

Wenn du den E-Tretroller fĂ€hrst, musst nicht zwingend einen Helm tragen – auch wenn dies ausdrĂŒcklich empfohlen wird, um Kopfverletzungen bei UnfĂ€llen zu vermeiden.

Doch bedeutet das, dass E-Scooter fahren sicher ist?

Besonders in der Anfangszeit werden laut Experten vermehrt UnfĂ€lle mit den flotten E-Flitzern erwartet. Dies ist vor allem auf folgende Punkte zurĂŒckzufĂŒhren:

  • Das Verkehrsmittel ist neu fĂŒr uns und sowohl die Fahrer als auch andere Verkehrsteilnehmer mĂŒssen sich an die neue Situation auf den Straßen gewöhnen.
  • Die Bedienung der Roller ist zwar einfach und intuitiv, aber dennoch mĂŒssen sich Fahrer zunĂ€chst an die kleinen RĂ€der, die flotte Beschleunigung und die zunĂ€chst andersartige Lenkung gewöhnen.
  • Der elektrische Antrieb macht die Scooter leise und unauffĂ€llig – dadurch wird eine grĂ¶ĂŸere Aufmerksamkeit im Straßenverkehr verlangt.

Insgesamt gelten E-Scooter als sicher. Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit ist auf 20 km/h begrenzt und die vorgeschriebene Sicherheitsausstattung Ă€hnelt der fĂŒr FahrrĂ€der, wodurch die Unfallgefahr minimiert werden soll.

Dennoch: Ein E-Scooter ist nur sicher unterwegs, wenn sein Fahrer vorschriftsmĂ€ĂŸig fĂ€hrt und mit dem Verkehrsmittel vertraut ist.

Tipps fĂŒr deine erste Fahrt

Damit die erste Fahrt auf deinem E-Scooter also nicht zur Zitterpartie wird und deine eigene Sicherheit sowie die anderer Verkehrsteilnehmer nicht gefÀhrdet wird, solltest du einige Tipps und Regeln beachten.

  • Tipp 1: Fahre nicht einfach drauf los, getreu nach dem Motto “Learning by doing”. Stattdessen solltest du dich zunĂ€chst mit dem E-Scooter vertraut machen, alle Funktionen sowie Bremsen, Klingel und Bedienung ausprobieren und die erste Fahrt auf PrivatgelĂ€nde oder einem leeren Parkplatz durchfĂŒhren. Sobald du dich sicher fĂŒhlst kann es losgehen, vermeide anfangs jedoch volle und vielbefahrene Straßen, um dich Schritt fĂŒr Schritt an das neue Verkehrsmittel heranzutasten.
  • Tipp 2: Auch wenn E-Scooter fahren eine Menge Spaß macht – reize anfangs nicht alle Möglichkeiten und Herausforderungen aus. Das heißt: Vermeide nasse und verschmutzte Straßen, wenn du noch nicht viel Fahrerfahrung gesammelt hast – erhöhte Sturzgefahr! Fahre außerdem nicht direkt in Vollgas, sondern taste dich langsam an die Geschwindigkeiten heran.
  • Tipp 3: Vermeide jegliche Ablenkung beim Fahren. Lass dein Handy in deiner Tasche und richte deinen Blick auf die Straße, damit du das Verkehrsgeschehen stets im Blick hast. Als E-Scooter Fahrer bist du nun ein vollwertiger Teilnehmer am Straßenverkehr – mit Verantwortung dir und anderen gegenĂŒber.

Du weißt jetzt also, warum E-Scooter eine Bereicherung fĂŒr unsere Straßen sind und welche VorzĂŒge sie haben. Außerdem weißt du, wie du deine erste Fahrt sicher gestaltest und wie du mit dem E-Scooter möglichst unfallfrei von A nach B fĂ€hrst.

Gut, dann möchtest du jetzt bestimmt wissen, worauf du beim Kauf deines ersten E-Scooters achten solltest. Das folgende Kapitel klÀrt dich auf und soll dir die Kaufentscheidung erleichtern.

Kauftipps fĂŒr deinen ersten E-Scooter

Wenn du nun deinen ersten eigenen E-Scooter kaufen möchtest, solltest du einige wichtige Tipps beachten, damit der Kauf nicht zum Reinfall wird.

Erfahre in diesem Abschnitt unter anderem:

  • Was kostet ein Elektro-Scooter und wie viel sollte ich mindestens ausgeben?
  • Wie viel Watt brauche ich und ab wann ist die Leistung ausreichend?
  • Was muss ich hinsichtlich der Reichweite des Elektroantriebes beachten, um nicht stĂ€ndig aufladen zu mĂŒssen?
  • Welches Zubehör brauche ich fĂŒr meinen E-Scooter?

Die wichtigsten Informationen zum Kauf des E-Scooters kurz fĂŒr dich zusammengefasst:

  • Die Preise bewegen sich zwischen 200 und ĂŒber 1000 Euro und sind abhĂ€ngig von Marke, QualitĂ€t, Reichweite und Ausstattung.
  • Achte beim Kauf auf die Straßenzulassung, eine möglichst hohe Reichweite sowie auf entsprechende Sicherheitsmerkmale.
  • FĂŒr SparfĂŒchse kommt auch der Gebrauchtkauf in Frage, hier ist jedoch auf die AkkukapazitĂ€t zu achten.
  • Ein sicheres Schloss sowie ein Helm gehören zum Zubehör, das wir empfehlen.

E-Scooter kaufen: Kaufkriterien und Hinweise

Die Preise fĂŒr gĂ€ngige E-Scooter variieren stark und hĂ€ngen von Marke, QualitĂ€t, Reichweite, Leistung und Ausstattung ab. WĂ€hrend gĂŒnstige Modelle bereits ab rund 200 Euro verfĂŒgbar sind, kosten Premium-Modelle oftmals ĂŒber 1000 Euro.

Was also kaufen? ZunÀchst gilt es einige Aspekte beim Kauf zu beachten:

  • Zulassung: Nicht jeder E-Scooter, den du kaufen kannst, ist bereits an die neuen Regelungen angepasst. Einige E-Tretroller fahren schneller als die zugelassenen 20 km/h oder besitzen nicht die notwendige Sicherheitsausstattung wie Bremsen, Licht und Klingel. Solltest du also einen E-Scooter kaufen wollen, mit dem du legal auf der Straßen fahren kannst, achte beim Kauf darauf, ob das Modell den Zulassungskriterien entspricht.
  • Reichweite: E-Scooter werden mit einem Akku betrieben, welcher natĂŒrlich nicht nach 10 Minuten Fahrt leer sein sollte. Achte deshalb auf einen E-Scooter mit einer möglichst hohen Reichweite. Hohe Reichweiten liegen derzeit zwischen 30 und 40 Kilometern. Einige Scooter sind außerdem in verschiedene Varianten verfĂŒgbar – mit niedriger Leistung und geringer Reichweite sowie mit hoher Leistung und entsprechend hoher Reichweite. Als Berufspendler solltest du dich beispielsweise fĂŒr einen E-Scooter mit hoher Reichweite entscheiden, um nicht stĂ€ndig aufladen zu mĂŒssen.
  • Faltbarer E-Roller: Du hast wenig Platz zuhause oder möchtest deinen E-Scooter mit ins BĂŒro nehmen? Dann solltest du dich fĂŒr ein Modell entscheiden, welches du ohne Probleme zusammenklappen kannst. Nicht jeder E-Scooter ist faltbar – deshalb Augen auf!
  • ReifengrĂ¶ĂŸe: E-Scooter haben meist RĂ€der von 10 bis 14 Zoll. Je grĂ¶ĂŸer das Rad, desto höher der Fahrkomfort. Solltest du also auch auf unebenen Strecken unterwegs sein, lohnt sich der Griff zu einem E-Scooter mit möglichst großen RĂ€dern.
  • Gewicht: Dein E-Scooter sollte möglichst leicht sein, damit dieser praktischerweise ĂŒberall mit hingenommen werden kann. Außerdem solltest du den Scooter problemlos die Treppe hochtragen können – achte deshalb auf ein möglichst geringes Gewicht! Dein E-Scooter sollte die 20 Kg auf keinen Fall ĂŒberschreiten.
  • Trittbrett: Auch das Trittbrett ist ein Sicherheitsmerkmal, das beim Kauf nicht vernachlĂ€ssigt werden sollte. Du solltest ausreichend Platz fĂŒr deine FĂŒĂŸe haben und das Trittbrett sollte möglichst rutschfest sein.
  • Traglast: Weiterhin solltest du die Traglast des E-Scooters beachten. Besonders fĂŒr schwere Personen ist eine hohe Traglast empfehlenswert – Jedoch sind E-Scooter mit besonders hoher Traglast oftmals langsamer in der Beschleunigung.

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E-Scooter kaufen: Preise

Jetzt weißt du also, worauf du beim Kauf deines E-Scooters achten solltest.

Doch wie viel sollte ich nun ausgeben?

Das hĂ€ngt in erster Linie davon ab, fĂŒr welchen Zweck du den Elektroscooter verwendest und wie oft du mit deinem Flitzer unterwegs bist.

Nachfolgend findest du hÀufige Personengruppen und Kaufmotive sowie die passende Empfehlung, in welcher Preisklasse diese sich orientieren sollten.

  • Berufspendler: FĂŒr Arbeitnehmer im Stadtgebiet ist der E-Scooter ein hervorragendes Fortbewegungsmittel. Schnell, umweltfreundlich, kostengĂŒnstig und praktisch. Berufspendler sind tĂ€glich auf ihr GefĂ€hrt angewiesen und sollten deshalb nicht zu sehr an der Anschaffung sparen. Die mittlere (ab 300 Euro) bis hohe Preisklasse (ab 500 Euro) ist hier die richtige Wahl.
  • Freizeitspaß: E-Scooter sind nicht nur praktische und umweltfreundliche Fortbewegungsmittel – sie machen auch unheimlich viel Spaß! FĂŒr Cruiser und all diejenigen, die einfach nur Spaß am E-Scooter fahren haben möchten, eignet sich in der Regel die niedrige (ab 200 Euro) oder mittlere Preisklasse (ab 300 Euro).
  • Camping und Urlaub: FĂŒr Personengruppen, die ihren E-Scooter mit in den Urlaub nehmen möchten, ist der faltbare Scooter unentbehrlich. Faltbare Modelle sind meist schon in der niedrigen Preisklasse ab 200 Euro erhĂ€ltlich.
  • Kinder: E-Scooter fĂŒr Kinder sind oft schon fĂŒr unter 100 Euro erhĂ€ltlich. Auch wenn diese in der Geschwindigkeit stark gedrosselt sind, sollte hier auf entsprechende QualitĂ€t und auf Sicherheitsmerkmale geachtet werden.

Die besten Modelle fĂŒr jeden Zweck findest du in unserem großen E-Scooter Vergleich 2019.

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E-Scooter gebraucht kaufen

Eine Alternative zur teuren Neuanschaffung kann der Gebrauchtkauf sein. Da die E-Scooter jedoch noch nicht lange auf dem Markt sind, ist das Angebot entsprechend noch sehr klein.

Weiterhin solltest du beim Gebrauchtkauf auf die KapazitÀt des Akkus achten. War der E-Tretroller bereits lange in Gebrauch, kann die KapazitÀt merkbar nachgelassen haben, der Scooter muss hÀufig an die Steckdose und die Reichweite nimmt ab.

Tipp: Wir raten ausdrĂŒcklich zum Neukauf, damit du einen neuwertigen Akku mit hoher Reichweite erhĂ€ltst und durch die gesetzlich vorgeschriebene Garantie vor technischen Fehlern oder Defekten geschĂŒtzt bist.

Wem die Neuanschaffung zu teuer ist, der kann den E-Scooter oft auch in Raten zahlen. Der Ratenkauf lohnt sich vor allem bei Premium-Modellen, die jenseits der 1000 Euro kosten.

Helm, Schloss und Co. – E-Scooter Zubehör

Wer mit dem eigenen E-Tretroller unterwegs ist, kann diesen nicht immer in jede RÀumlichkeit hineinnehmen. Der Diebstahlschutz ist deshalb eine lohnenswerte Investition an Zubehör, damit der E-Scooter weiter in deinen HÀnden bleibt.

Ähnlich wie beim Fahrrad gilt hier: Kleine und billige Schlösser können leicht geknackt werden. Deshalb solltest du am Schloss nicht sparen, um dir keine Gedanken ĂŒber einen möglichen Diebstahl machen zu mĂŒssen.

Übrigens kannst du deinen E-Scooter auch bei der Polizei registrieren lassen. Dieser Vorgang ist kostenlos und du benötigst lediglich einen Eigentumsnachweis sowie einen IdentitĂ€tsnachweis.

Neben dem Schloss ist auch der Helm ein wichtiges Zubehör in Sachen Sicherheit.

Tipp: Auch wenn der E-Scooter nicht mit einer Helmpflicht in Verbindung steht – wir empfehlen dringend die Nutzung eines Helmes. Die Tretroller sind sehr leise und unauffĂ€llig unterwegs, was auf der einen Seite vorteilhaft ist, auf der anderen Seite jedoch das Unfallrisiko erhöht.

Ein guter Fahrradhelm ist meist ausreichend, um angemessen geschĂŒtzt zu sein. Auch spezielle Scooter Helme sind verfĂŒgbar, die oftmals nicht nur sicher sind, sondern auch noch stylisch aussehen!

E-Scooter mieten & Sharing Anbieter

Du möchtest vor dem Kauf den E-Scooter ausprobieren und testen, ob diese Art der Fortbewegung wirklich etwas fĂŒr dich ist? In diesem Fall kannst du E-Scooter ĂŒber verschiedene Anbieter fĂŒr einige Stunden oder einen ganzen Tag mieten.

Derzeit kannst du je nachdem in welcher Stadt du lebst, E-Scooter ĂŒber verschiedene Wege leihen:

  • Fachhandel und ansĂ€ssige Shops
  • Hotels oder Touristenangebote
  • Online-Verleih
  • Sharing Anbieter

In vielen europĂ€ischen StĂ€dten, wie zum Beispiel in Wien, sind Sharing Anbieter der einfachste Weg, um E-Scooter schnell und unkompliziert zu mieten. Diese stehen im Stadtgebiet verteilt und werden einfach ĂŒber eine App gebucht. Die Preise belaufen sich in der Regel auf einen Euro fĂŒr den Fahrtbeginn sowie 15 Cent pro weitere angefangene Minute.

Auch in deutschen StĂ€dten werden Verleihfirmen und Sharing Anbieter schon bald ihre E-Scooter zur VerfĂŒgung stellen, sodass du jederzeit und ĂŒberall einen E-Tretroller mieten und fĂŒr dich entdecken kannst.

Fazit

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E-Scooter sind der neue Trend in Sachen MobilitĂ€t fĂŒr ĂŒberlastete InnenstĂ€dte. Die Vorteile der Scooter liegen auf der Hand:

  • Sie sind umweltfreundlich.
  • Sie sind praktisch.
  • Sie sind schnell.

WĂ€hrend in anderen LĂ€ndern die E-Tretroller bereits seit lĂ€ngerem zum Stadtbild gehören, kommen die Scooter nun auch hierzulande langsam an und etablieren sich nach und nach auf Straßen und Radwegen.

Du hast Fragen, die in diesem Guide noch nicht beantwortet wurden? Schreibe einfach ein Kommentar und unsere Experten werden dir so schnell wie möglich antworten.

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